- Heim
- Nützliche Tipps
- Pisas beste Aussichtspunkte entdecken
In Pisa den perfekten Aussichtspunkt zu finden, scheint oft unmöglich. Während Millionen zum Schiefen Turm strömen (über 5 Millionen Besucher im Jahr 2019), entdecken nur wenige die wirklich spektakulären Blickwinkel der Stadt. Der Frust ist verständlich – niemand möchte sein Postkartenfoto zwischen Menschenmassen schießen oder den Sonnenuntergang über dem Arno mit störenden Touristen im Hintergrund erleben. Herkömmliche Reiseführer nennen immer dieselben überlaufenen Orte, an denen man in Schlangen steht, statt die authentische Schönheit Pisas zu genießen. Doch es gibt sie: versteckte Terrassen, unbekannte Türme und von Locals geschätzte Flussufer – hier entstehen die unvergesslichen Momente.
Bessere Alternativen zum Schiefen Turm
Die Aussichtsplattform des Schiefen Turms bietet zwar eine tolle Sicht, doch aufgrund der begrenzten Kapazität (nur 30 Personen gleichzeitig) kommt es zu stundenlangen Wartezeiten. Was die meisten Besucher nicht wissen: Pisas mittelalterliche Skyline verfügt über zahlreiche Wachtürme, die ebenso spektakuläre Perspektiven ohne Warteschlangen bieten. Der gut gehütete Geheimtipp ist der Guelph-Turm aus dem 11. Jahrhundert bei der Piazza dei Cavalieri. Von hier aus genießt man einen 360-Grad-Blick über die roten Dächer bis zu den Bergen im Hintergrund – zur Golden Hour hat man die Terrasse oft ganz für sich. Ein weiterer Insidertipp ist der Dachgarten des Palazzo Blu mit seiner perfekten Lage am Arno, der trotz Kunstausstellungen und Freiluft-Belvedere oft übersehen wird.
Unbekannte Terrassen mit Panoramablick
In Pisas Wohngebäuden verbergen sich unerwartete Aussichtspunkte, wenn man weiß, wo man suchen muss. Viele historische Palazzi haben Gemeinschaftsterrassen, die einst zum Wäschetrocknen dienten und heute perfekte Fotolocations sind. Der Trick: Achten Sie auf Schilder mit der Aufschrift „Terrazza panoramica“ – diese frei zugänglichen Flächen benötigen keine Sondergenehmigung. In der Nähe der Borgo Stretto führt eine unscheinbare Tür (Hausnummer 45) zu einer siebten Etage mit Blick auf den Turm zwischen Wäscheleinen und Blumenkästen – ein authentisches Fotomotiv. Wer sichergehen möchte, plant seinen Besuch zum Event „Aperti per Voci“, bei dem private Dachterrassen für Konzerte geöffnet werden. Noch besser: Buchen Sie eine Unterkunft wie die Residenza d'Epoca San Paolo, deren Gäste ganzjährig exklusiven Terrassenzugang haben.
Locals lieben diese ruhigen Flussufer
Reiseführer empfehlen die Lungarno-Promenaden für Arnoblicke, doch Einheimische bevorzugen die grünen Ufer nahe dem Bahnhof San Rossore. Besonders bei Sonnenuntergang wird dieser Ort magisch, wenn sich der Turm im Wasser spiegelt – ohne störende Souvenirstände. Nehmen Sie ein Picknick mit (probieren Sie Focaccia von der Pasticceria Salza) und sichern Sie sich einen der Steinbänke, die seit Jahrhunderten Künstler inspirieren. Noch besser gehütet ist das Geheimnis der Loggia im dritten Stock des Museo delle Sinopie: Durch die Bogendfenster bietet sich ein einzigartiger Blick auf Turm und Dom. Da die ehemalige Krankenhauskapelle wenig besucht ist, kann man hier ungestört verweilen. Pro-Tipp: Unter der Woche kommen keine Schulklassen, und der Aufseher lässt Besucher manchmal auf den sonst gesperrten Außenweg.
Die besten Zeiten für menschenleere Sehenswürdigkeiten
Ob ein Besuch frustrierend oder magisch wird, hängt oft vom Timing ab. Während die meisten Tagesausflügler zwischen 10 und 14 Uhr kommen, lassen sich mit Strategie leere Aussichtspunkte genießen. Ideal sind Dienstag- und Donnerstagvormittage, wenn kaum Kreuzfahrtpassagiere unterwegs sind, oder die „Passeggiata“-Zeit (18–20 Uhr), wenn Einheimische flanieren, aber Touristen in Restaurants verschwinden. Der Piazza dei Cavalieri verwandelt sich dann in ein mittelalterliches Lichtspektakel fast ohne Besucher. Frühaufsteher können ab 7 Uhr die kleine Terrasse der Santa Maria della Spina am Fluss nutzen – der romantischste Blickpunkt Pisas gehört dann ganz Ihnen. Wer den Turm tagsüber sehen muss, positioniert sich nordwestlich der Wiese, wo Schattenwurf im Foto natürliche Abgrenzungen schafft.
Verfasst vom Redaktionsteam von Pisa Tours & lizenzierten lokalen Experten.